Das Kunstprogramm am CERN (Europäische Organisation für Kernforschung) ist eine Partnerschaft mit dem Nobelpreis-Museum in Stockholm eingegangen, um eine neue Ausgabe ihres Flaggschiff-Residency-Programms Collide Stockholm zu starten.
Die Initiative lädt internationale Künstler ein, einen Monat lang am CERN zu arbeiten – in Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern und Ingenieuren – gefolgt von einem Monat im Nobelpreis-Museum in Stockholm, mit Fokus auf Forschung, Dialog und die Schaffung eines bedeutenden Kunstwerks. Das Programm endet mit einer öffentlichen Ausstellung im Museum.
Wichtige Details
• Der offene Aufruf zur Einreichung von Vorschlägen ist jetzt aktiv, Einsendeschluss ist der 15. Dezember 2025.
• Der ausgewählte Künstler wird seine Residency Anfang 2026 beginnen und Zeit in Genf und Stockholm verbringen.
• Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, sich mit aktuellen wissenschaftlichen Durchbrüchen wie Quanten-Tunneln und maschinellen Lernarchitekturen auseinanderzusetzen und zu erforschen, wie diese Entwicklungen Kultur und Gesellschaft prägen.
• Der Leiter des Kunstprogramms am CERN erklärte: „Wir freuen uns, mit dem Nobelpreis-Museum zusammenzuarbeiten, um Künstlern Zugang zu grundlegender Wissenschaft und kulturellen Institutionen zu ermöglichen.“ Ebenso äußerte der Direktor des Nobelpreis-Museums seine Begeisterung über die neuen Perspektiven, die diese Partnerschaft eröffnen wird.
Redaktioneller Kommentar
Aus Sicht von ArtExpoWorld steht diese Partnerschaft exemplarisch für die vertiefende Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und globaler kultureller Infrastruktur. Die Einladung, innerhalb der Forschungsumgebung des CERN zu arbeiten, signalisiert eine Verschiebung darin, wie zeitgenössische Kunst auf Technologien und Institutionen reagieren kann, die einst anderen Disziplinen vorbehalten waren. Künstler, die sich auf diesem Niveau engagieren, können nicht nur neue Werke schaffen, sondern auch die Art und Weise verändern, wie Kunst mit Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Dialog tritt.
Indem ein Künstler zunächst in der experimentellen Umgebung des CERN und anschließend im historisch reichen Kontext des Nobelpreis-Museums arbeitet, hinterfragt die Residency Fragen von Entdeckung, Staunen und Bedeutung. Für Kunstfachleute und Sammler gleichermaßen könnte das Ergebnis einer solchen Residency zu einem Wegweiser werden, wo Kunst und Innovation zusammenfinden.



