Pinta BAphoto wurde in Buenos Aires gegründet und hat sich zur bedeutendsten Kunstmesse mit Schwerpunkt Fotografie in Lateinamerika entwickelt.
Die Ausgabe 2026 markiert die 22. Ausgabe und zeigt damit mehr als zwei Jahrzehnte Engagement für das fotografische Medium.
Die Messe entstand in einer Zeit, in der Fotografie in Museen, Privatsammlungen und kommerziellen Galerien in ganz Lateinamerika zunehmend Anerkennung fand.
Historisch gesehen hat die Fotografie in der Region verschiedene Rollen gespielt. Sie hat politischen Wandel, Migration, Ungleichheit, Stadtentwicklung, Familienleben und kulturelle Identität dokumentiert.
Gleichzeitig haben lateinamerikanische Künstler die Vorstellung herausgefordert, dass Fotografie objektive Beweise liefern muss. Viele haben inszenierte Bilder, veränderte Archive, Performance- und Konzeptstrategien genutzt, um zu hinterfragen, wie Realität konstruiert wird.
Buenos Aires bietet einen starken Rahmen für die Messe. Die Stadt hat eine bedeutende Geschichte in Fotografie, Verlagswesen, Kino, Literatur und visueller Kultur.
Ihre Museen, Galerien, privaten Stiftungen, Archive und unabhängigen Kunsträume schaffen einen weiteren Kontext zum Verständnis der bei Pinta BAphoto präsentierten Werke.
Kuratorisches Programm
Das kuratorische Team 2026 vereint Spezialisten, die für die verschiedenen Sektionen der Messe verantwortlich sind.
Irene Gelfman fungiert als globale Kuratorin von Pinta und kuratiert die Hauptsektion sowie das Videoprojekt.
Mercedes Claus kuratiert RADAR, mit Fokus auf forschungsbasierte und erweiterte Ansätze zeitgenössischer Fotografie.
Facundo Belén und Virginia Martín kuratieren NEXT, die Sektion für aufstrebende Positionen und neue Perspektiven.
Martín Bollati kuratiert ATLAS, das Fotografie durch Bücher, Kataloge und redaktionelle Projekte präsentiert.
Francisco Medail kuratiert das Sonderprojekt | Tribute Artist, das das Werk und Vermächtnis bedeutender Persönlichkeiten der Fotografiegeschichte untersucht.
Patricia Pedraza koordiniert FORO, das Programm für Gespräche und kritische Reflexion.
Gemeinsam zeigen diese Sektionen Fotografie als kommerzielles Medium, als archivische Praxis, als Publikationsform, als bewegtes Bild und als Feld zeitgenössischer Forschung.