Gegründet im Jahr 1994 entstand Artissima als Antwort auf das Bedürfnis nach einer inhaltlich zeitgenössisch ausgerichteten Kunstmesse in Italien, die Experimentierfreude über Tradition stellte.
Von Anfang an unterschied sie sich von anderen italienischen Messen durch den Fokus auf aufstrebende Künstler und kuratorische Forschung statt auf etablierte Marktgrößen.
Anfang der 2000er Jahre erlangte Artissima internationale Anerkennung durch ihre innovative Struktur und kuratierte Sektionen. Sie führte Formate ein, die später andere Messen beeinflussten – insbesondere den Fokus auf Einzelpräsentationen und thematische Kuratierung.
Im Laufe der Zeit entwickelte die Messe den Ruf als Launchplattform. Künstler, die auf Artissima präsentiert wurden, schafften häufig den Sprung zu internationalen Biennalen und großen institutionellen Ausstellungen.
Die Einführung von Sektionen wie „Present Future“ und „Back to the Future“ verstärkte ihre doppelte Rolle: die Förderung neuer Talente und die Neubewertung übersehener historischer Künstler.
Das starke institutionelle Netzwerk Turins – darunter das Castello di Rivoli und die Fondazione Sandretto Re Rebaudengo – festigte zudem das intellektuelle Ökosystem der Messe.
Heute gilt Artissima als eine der kuratorisch angesehensten Kunstmessen Europas.
Sie ist zwar kleiner als Mega-Messen, aber wesentlich einflussreicher bei der Gestaltung des Diskurses.